Die Vision
Das Ziel des Kanton Nordwestschweiz ist es, das heute politisch zerstückelte Gebiet nördlich des Juras zu einem Kanton zu vereinigen. Dieses Gebiet umfasst die beiden Basler Halbkantone, das solothurnische Schwarzbubenland und das aargauische Fricktal. Durch den Kanton Nordwestschweiz wird die ganze Region wirtschaftlich wie politisch gestärkt, das Durchsetzungsvermögen der ganzen Region steigt in Bundesbern.
Der Momentanzustand in den verschiedenen Regionen präsentiert sich folgendermassen:
- Der Kanton Basel-Stadt muss für grosse Zentrumsleistungen aufkommen, von welchen neben den Einwohner der Stadt Basel vorallem die Bewohner der Agglomeration Basel profitieren. Diese Zentrumsleistungen werden im seltensten Fall von den Nachbarskantonen abgegolten. Durch die somit entstandene hohe Steuerbelastung gehen dem Kanton Basel-Stadt viele Einwohner an die umliegenden Kantone verloren.
- Der Kanton Basel-Landschaft ist heute vorallem von den Vororten der Stadt Basel geprägt. Die wirtschaftliche Stärke des Kantones ist deshalb stark vom Kanton Basel-Stadt abhängig, damit ist der Kanton Basel-Landschaft an einer positiven Entwicklung in der Stadt abhängig.
- Das Fricktal und Schwarzbubenland beziehen wie Basel-Landschaft Zentrumsleistungen von Basel und sind auch von der wirtschaftlichen Entwicklung des Zentrums abhängig. Beide Regionen werden von ihren Mutterkantonen vernachlässigt, kantonale Einrichtungen findet man dort im seltensten Fall. Zudem sind das Fricktal und das Schwarzbubenland die Einzigen ihrer Kantone nach Basel ausgerichtet, der Kanton Aargau zahlt sogar finanzielle Beiträge an die Wirtschaftsförderung von Zürich, da sich der grösste Teil des Kantones im Einflussgebiet der grössten Schweizer Stadt befindet.
- Die Verkehrsprobleme nehmen in der ganzen Agglomeration Basel immer weiter zu, kantonsübergreifende Lösungen sind gefragt, werden aber durch die vier Kantonsparlament stark verzögert.
- Es existieren vier verschiedene Schulsysteme, dies obwohl es nach der obligatorischen Schule zahlreiche Jugendliche Gymnasien und Berufschulen im Nachbarskanton besuchen (müssen). So wird das im Kanton Basel-Landschaft gelegene Gymnasium Muttenz zur Hälfte von Schülern aus dem Fricktal besucht.
- Das politische Durchsetzungsvermögen der Region ist durch die aufgeteilten politischen Kräften stark eingeschränkt, gerade in Bundesbern konnte die Nordwestschweiz ihre politischen Interessen nicht durchsetzen (z.B. Wisenbergtunnel, Doppelspurausbau der Eisenbahnlinie Basel-Delsberg).
- Der Kanton Basel-Landschaft aber auch das Schwarzbubenland und das Fricktal treiben gewissermassen eine Rosinenpickerei auf dem Buckel der Stadt-Basler, die Basler finanzieren praktisch im Alleingang Dienstleistungen, wovon schliesslich auch stark die Nachbarn profitieren (z.B. Stadttheater).
Ein Kanton Nordwestschweiz würde die meisten dieser Probleme erledigen, und das ohne grossen Aufwand. Die Effizienz in der Region würde durch den Wegfall von vier verschiedenen Gesetzen, Verordnungen und Sonderregelungen stark an Effizienz gewinnen. Ein weiterer positiver Effekt entsteht durch die Zusammenlegung der Administrationen der Kantone Basel-Landschaft und dem Kanton Basel-Stadt, dadurch könnten jährlich Millionen an Steuergeldern gespart bzw. besser investiert werden.
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